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Lohnt sich ein Kleingarten?

Uncategorised Posted on Mon, February 01, 2021 06:45:21

Wer als Hobbygärtner Freude am Anbau von eigenem Obst und Gemüse hat und dies als erfüllende Freizeitbeschäftigung ansieht, fragt meist nicht besonders danach, ob sich der Anbau auch finanziell lohnt. Hobbies kosten nun einmal Geld, warum sollte das beim Kleingarten anders sein? Und die Supermärkte bieten ja alles so billig an, da kann man doch als Hobbygärtner nicht mithalten, oder?

Nun, das kommt darauf an, wie man den Garten generell bewirtschaftet, wie man die für die Pflege des Gartens nötige Arbeitszeit betrachtet, sowie darauf, womit man die Produkte seines Gartens vergleicht. Als Kleingärtner wird man die Arbeitszeit normalerweise unter “Hobby” verbuchen, als sportliche Aktivität an der frischen Luft, als sinnvolle und befriedigende Tätigkeit, und wird sich dafür außer Pacht und Vereinsbeitrag keinen weiteren Stundenlohn anrechnen. Bezüglich der generellen Bewirtschaftung wollen wir hier von einem Kleingarten ausgehen, der der sogenannten “Drittelregelung” folgt, also jeweils etwa ein Drittel der Gartenfläche für den Anbau von Obst und Gemüse, als Zierfläche für Blumen sowie als Erholungsfläche mit Rasen und Gartenlaube nutzt. Der Garten des Verfassers soll hier einmal als Beispiel dienen:

Dieser Garten hat bei einer Fläche von 510 m² eine Beetfläche von ca. 90 m² für den Anbau von Gemüse, Erdbeeren und Kartoffeln. Hinzu kommen etwa 50 m² für Beerensträucher und ebenfalls 50 m² für Obstbäume, sowie ein Gewächshaus von 6 m². Insgesamt also 196 m², gut ein Drittel der Fläche.

Auf diesem einen Drittel wurde im letzten Jahr so einiges angebaut. Manche Beete wurde neben der Hauptfrucht für den Anbau einer weiteren Früh- oder Spätkultur genutzt oder in Mischkultur bepflanzt. Nicht alles war dabei in gleichem Maße erfolgreich, manches musste aufgrund der Trockenheit im Juli auch gänzlich aufgegeben werden, so z.B. die Kohlgemüse. Trotzdem konnte vieles geerntet werden:

Ernte im Juli: Möhren, Gurken, Zucchini, Himbeeren, Paprika und Puffbohnen
Die Freilandtomate “Sunviva” hat von Juli bis Ende Oktober eine reiche Ernte gebracht.
Hokkaido-Kürbis, Kräuter und Tomaten

Insgesamt waren es über 120 kg Gemüse, 21 kg Kartoffeln, 68 kg Obst sowie viele Stück Salat, Kohlrabi, Zuckermais und Radieschen:

Vergleicht man diese Ernte mit im Supermarkt eingekauftem konventionell angebauten Obst und Gemüse, kommt bereits eine beachtliche Summe von 550 Euro zusammen. Da im Beispielgarten auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet wurde, kann auch mit den Preisen für Bio-Obst und -Gemüse verglichen werden, was die Summe nahezu verdoppelt.

Abzüglich der Kosten für Saatgut und Pflanzkartoffeln sowie der Kosten für Pacht, Vereinsbeitrag und Strom (etwa 80 Euro) bleiben somit ca. 1000 Euro, mit denen unser Hobby die Haushaltskasse entlastet! Man kann also durchaus sagen, dass ein Kleingarten auch finanziell ein lohnendes Hobby ist.



Achtung, Biber!

Infos Posted on Sat, January 02, 2021 07:12:31

Seit einiger Zeit wird die Ilm wieder von Bibern bewohnt, die sich von der Saale her ausbreiten. Seit Ende 2019 lebt zumindest ein Exemplar in der Nähe von Kranichfeld und hat einige Spuren an den Bäumen am Ufer hinterlassen. Wie man sieht, werden durchaus auch große Bäume an- und auch umgenagt.

Diese ca. 20 Meter hohe Weide wurde vom Biber innerhalb mehrerer Nächte gefällt. Der kleine “Biber” auf dem Foto hat dazu nichts beigetragen 😉

Auch in unserer Gartenanlage ist der Biber bereits tätig geworden, hat einen Drahtzaum unterwühlt und sich durchgequetscht, einen Apfelbaum angenagt und einen kleineren Apfelbaum umgenagt und mitgenommen (!).

Biberspur am Gartenzaun zur Ilm
Angenagter Apfelbaum
Stumpf eines jungen Apfelbaums, vom Biber umgenagt und mitgenommen

Da sich der Biber anscheinend dauerhaft in unserer Gegend angesiedelt hat, empfiehlt es sich, wertvolle Obstbäume gegen Fraßschäden zu schützen, z.B. durch Anbringen einer Drahtmanschette gegen Wildverbiss. Relevant ist das vor allem für die Gärten direkt am Ilmufer oder am Mühlgraben, besonders dort, wo es keine Steinschüttung am Ufer gibt. Ansonsten ist zu beachten, dass es sich beim Biber um ein streng geschütztes Tier handelt, so dass keine Bekämpfung durch den Gärtner in Betracht kommt. Die hier gezeigten Biberschäden wurden bereits der Unteren Naturschutzbehörde gemeldet, um die Bildung eines Ausgleichsfonds für Biberschäden wie in Bayern oder Sachsen-Anhalt anzuregen. Ansonsten ist zu hoffen, dass der Biber auch als Dammbauer aktiv wird und die Ilm etwas anstaut, dann haben wir im Sommer mehr Wasser. Oberhalb von Kranichfeld baut der Biber schon fleißig.

Biberdamm oberhalb Kranichfelds